Das E in Eberswalde –
Unterstützung für Innenstadtakteure und Wirtschaft

Nach der ersten Runde im letzten Jahr wurden die Displays, die im Rahmen der Kampagne „Wir sind das E“ bei den Innenstadtakteuren vor und in den Geschäften zu sehen sind, überarbeitet und in einer erweiterten Fassung zur Verfügung gestellt. Die Ursprungsidee war, den vom Lockdown mittlerweile teilweise existenzbedrohten betroffenen lokalen Handel und die lokale Gastronomie in Eberswalde in der laufenden Corona-Krise sichtbar zu machen und die Menschen hinter den Unternehmen in den Mittelpunkt zu stellen. Dieser Gedanke wird jetzt erweitert. Die teilweise unübersichtlichen Öffnungs- oder Schließungsvorgaben aus der Pandemie-Eindämmungsverordnung werden mit einer an ein Ampelsystem angelehnten Farbgebung abgebildet, um die Sichtbarkeit mit den Signalfarben Rot und Grün zu erhöhen. Da größere Fototermine nicht corona-konform zu gestalten waren, wurde auf die bestehenden Motive aus dem letzten Jahr zurückgegriffen.

Unterstützung gibt es von der IHK Ostbrandenburg, vertreten durch Uta Häusler und Mike Marschke vom Bundesverband Mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschland e. V.. Bürgermeister Friedhelm Boginski und der Amtsleiter des Amtes für Stadtmarketing und Tourismus eröffneten das Gespräch und drückten ihren Willen zur Unterstützung klar aus.

Die Umsatzverluste der lokalen Unternehmen insbesondere in Branchen mit einem hohen Anteil an saisonaler Ware und langfristigen Vertragsbindungen wie z. B. dem Textilhandel aber auch anderen sind erheblich. Wareneingänge binden Kapital. Gleichzeitig findet aber kein bzw. nur ein eingeschränkter Verkauf statt, der die Umsatzverluste jedoch nicht ausgleichen kann. Saisonware ist teilweise nicht einmal mehr zum Einkaufspreis verkäuflich. Es ist wichtig, zu zeigen, dass es die Menschen, die Unternehmer und Gastronomen der Stadt sind, die über ihre Angebote für Belebung und Erlebnisse in der Innenstadt sorgen. Anders gesagt: Es geht darum, Eberswalde in seiner Vielfalt, als Stadt der Begegnung und als Stadt der Macher und Macherinnen zu erhalten. Das ist Aufgabe aller Eberswalder und Eberswalderinnen.

Aktuell ist diese Kampagne wieder eingebettet in weitere Maßnahmen wie den derzeitigen Wegfall der Sondernutzungsgebühr für Einzelhändler und Gastronomen, die Erweiterung der Richtlinie zur kommunalen Förderung kleinteiliger Maßnahmen zur Belebung des Einzelhandels und der Gastronomie, individuellen Beratungsangeboten z B. zur Einbettung in den virtuellen 360°-Rundgang durch die Stadt.

2020 wurden von den Vereinigungen der Gewerbetreibenden Altstadtbummel e. V., Rathauspassage, Partner für Gesundheit und dem Stadtteilverein Finow 24 Händler, Gastronomen und Akteure aus Eberswalde ausgewählt, die an zwei Terminen portraitiert wurden. Zum Auftakt der Kampagne wurden Displays/Rollups mit den Portraits in der Innenstadt vor den Geschäften platziert. Im Laufe der Zeit tauschen die Gewerbetreibenden ihre Rollups untereinander, so dass sie auch an anderen Orten in der Innenstadt sichtbar werden. Begleitet wird die Kampagne auf den Social Media Kanälen der Stadt bei Facebook und Instagram.

Ziel ist es, Menschen zu zeigen, die Eberswalde ausmachen. Menschen, die sozusagen das E in Eberswalde sind. Daraus entstand der eingesetzte Slogan „Wir sind das E in Machen.“ Ein Zusatz „Einfach machen“ konkretisiert das Thema und unterstreicht in diesem Fall das Unternehmerische. Er spielt auch auf die Landeskampagne „Brandenburg. Es kann so einfach sein“ an, stellt jedoch die Aktivitäten der Menschen in den Mittelpunkt. Der Zusatz „Mittendrin im Drumrum“ zu dem Claim „Natürlich Eberswalde“ verstärkt die Position der Innenstadt als Zentrum, spielt aber auch auf die Lage der Stadt nah an Berlin, inmitten von Wäldern, Seen und Natur an.

Visuelle Inspiration und Gesamtidee zu der jetzt anlaufenden Kampagne zur Unterstützung des Einzelhandels zogen Uli Wessollek und das Stadtmarketing-Team aus einer Portraitserie, die der Fotograf Irving Penn 1950/51 in Paris angefertigte. Dort hatte Irving Penn Gewerbetreibende in ihrem Viertel in Paris fotografiert, unprätentiös, zuversichtlich, selbstbewusst und sympathisch. Fotografisch auf Eberswalde übertragen und umgesetzt wurde die Anfertigung der Portraits von Torsten Stapel, die grafische Gestaltung lag bei Susanne Meyer von meyergrafikdesign, die Rathaus-Banner entwickelte Uwe Kleber von der MOUW Internet- und Werbeagentur.

Fotos: Florian Beyer